"Eine" Raiffeisenbank in der Voreifel...

Die Raiffeisenbanken Rheinbach Voreifel eG und Grafschaft-Wachtberg eG wollen 2016 fusionieren.

Rheinbach/Grafschaft-Wachtberg.  Die gemeinsamen Kräfte sollen gebündelt  werden, um den großen zukünftigen Herausforderungen im Sinne der vielen Tausend Kunden, aber auch zum Wohle der  Mitglieder und Mitarbeiter noch besser, attraktiver und erfolgreicher  begegnen zu können.  Die Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel eG und die Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg eG wollen sich neu aufstellen und im kommenden Jahr zusammenschließen  und so "den Weg frei machen" für eine gemeinsame, starke "neue" Raiffeisenbank in der Voreifel.  Mit einer Bilanzsumme von rund einer  Milliarde Euro, rund 60.000 Kunden, 31.000 Mitgliedern, 251 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern soll damit an den zahlreichen Standorten die Leistungsfähigkeit und Existenz nicht nur langfristig gesichert, sondern auch die immer wichtiger gewordene individuelle Beratungsqualität noch weiter ausgebaut werden. Die endgültige Entscheidung über eine mögliche Fusion obliegt allerdings den Vertreterversammlungen beider Häuser, die im Juni 2016 stattfinden werden. In entsprechenden Informationsveranstaltungen wollen  Aufsichtsrat und Vorstand beider Häuser die Mitglieder und Vertreter vorher in Gesprächen und Diskussionen informieren und für "ihren gemeinsamen Weg" werben. Die Argumente für eine Verschmelzung sind durchaus schlüssig und fundiert: "Als eine gemeinsame große und starke Genossenschaftsbank in der Voreifel-Region wird die Nähe zu unseren Kunden und Mitgliedern noch weiter verbessert und die Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem immer anspruchsvolleren und sich stetig wandelndem Markt auch nachhaltig gesichert", betont  Burkhard Kraus, Sprecher des Vorstands der Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel eG. Im Falle einer erfolgreichen Fusion wird er 2016 zusammen mit seinem jetzigen Vorstandskollegen, Mathias Lutz, und Heiko Ulrich, dem derzeitigen Vorstand der Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg eG,  "das neue Vorstands-Trio"  einer Raiffeisenbank in der Voreifel  bilden. So soll gemeinsam mit den Führungskräften und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Bank entstehen, die partnerschaftlich und "auf Augenhöhe" gemeinsame Ziele anpackt, zukunftsorientiert vorantreibt und die gebündelten Kräfte  zum Wohle von Mitgliedern und  Kunden umsetzt. Ernst Bugl, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg eG, betonte, dass sich die langjährige, vertrauensvolle und sehr gute Zusammenarbeit der beiden Banken innerhalb der "Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel Handelsgesellschaft  mbH" in der Praxis bereits bestens bewährt habe und damit schon eine hervorragende  Basis für eine Fusion gelegt wurde. Im Jahr 2014 konnte auf der Generalversammlung der Volksbank Wachtberg eG zwar seinerzeit keine notwendige Mehrheit für eine Fusion mit der Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg gefunden werden, der Gedanke einer grundsätzlichen Fusion - so jetzt möglicherweise mit der Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel eG - war jedoch für Ernst Bugl und seinen Kollegen nie vom Tisch.  Er selbst wird im Rahmen einer bereits bestehenden Altersteilzeitregelung aus dem Vorstand ausscheiden.

"Unsere Häuser passen sehr gut zusammen, verfügen über ähnliche Strukturen und gleichartige Mentalitäten. Das sind erstklassige Voraussetzungen für eine Zusammenführung und eine gute, gemeinsame Zukunft", ist Vorstand Mathias Lutz aus Rheinbach überzeugt. Den Bankenstandort  Voreifel auch im Hinblick auf  die immer schwierigeren Rahmenbedingungen und den härter werdenden Wettbewerb in der gesamten Branche mit "einer" starken Raiffeisenbank in der Region Voreifel  auf die zukünftigen Herausforderungen einstellen und stärken, Produktlösungen und Beraterqualität sowie die Kundenbetreuung noch weiter ausbauen und optimieren, das ist für Vorstand Heiko Ulrich aus Grafschaft-Wachtberg das erklärte Ziel.

Der Aufsichtsrat  beider Häuser  steht der Verschmelzung der zwei Raiffeisenbanken ebenfalls positiv gegenüber. Rückenwind und Zuspruch gibt es auch schon von Seiten der Mitarbeiter, die vorab bereits über die geplanten Schritte ausführlich informiert wurden.

Fazit:

Eine Region, ein Markt, eine übereinstimmende Unternehmensphilosophie und als logische Folgerung "eine" gemeinsame Raiffeisenbank in der Voreifel Region. Ein Zusammenschluss beider Häuser ist gleichzeitig auch die richtige Investition in eine gute, sichere Zukunft, wobei der bewährte Genossenschaftsgedanke gewahrt  bleibt. Durch die Bündelung aller Kräfte und die "neue Größe" einer Raiffeisenbank in der Voreifel ergeben sich eine Vielzahl neuer Möglichkeiten und weitere Zukunftsperspektiven sowie eine noch engere Partnerschaft  und ein verbesserter Service im Sinne und zum Wohle der Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter. Sollten die Vertreterversammlungen den Fusionsplänen im Juni 2016 zustimmen, könnte anschließend rückwirkend zum 1. Januar 2016 die Fusion wirksam werden.

"Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele", meinte einst Friedrich Wilhelm Raiffeisen. "Den Weg frei machen für eine Raiffeisenbank in der Voreifel"...das wäre ganz sicher auch im Sinne von Friedrich Wilhelm Raiffeisen gewesen...