Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Voreifel eG

Das Jahr eins nach der Fusion

Rheinbach. Gleichermaßen bedeutend wie erfolgreich – so gestaltete sich das Geschäftsjahr 2016 für die Raiffeisenbank Voreifel eG. Zum einen war das erste Jahr nach der Fusion von besonderen Herausforderungen geprägt, zum anderen war das Jahr 2016 auch für die Genossenschaftsidee ein Erfolg. Diese Aussage zog sich wie ein roter Faden durch die Ausführungen von Vorstand und Aufsichtsrat auf der Vertreterversammlung, die am Dienstag, 20. Juni, unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Ferdinand Schmitz, in der Stadthalle in Rheinbach, zusammentrat.

„Es war ein arbeitsreiches, spannendes und erfolgreiches Geschäftsjahr. Für unsere Raiffeisenbank, für unsere Mitarbeiter und vor allem für unsere Mitglieder und Kunden! Wir haben viele Prozesse angepasst, Abteilungen zusammengelegt, Synergien gehoben und sind weiter erfolgreich zusammengewachsen.“ So zog Vorstandssprecher Burkhard Kraus auch im Namen seiner Vorstandskollegen Mathias Lutz und Heiko Ulrich zufrieden Bilanz. „Und wir haben viel positive Resonanz bekommen für unser Engagement als genossenschaftlicher Finanzdienstleister für die Menschen und Unternehmen in unserer Region.“

Vertriebsvorstand Mathias Lutz fasste in seinem Vorstandsbericht die wesentlichen Geschäftszahlen der Raiffeisenbank Voreifel eG für 2016 zusammen. Die Bilanzsumme stieg im vergangenen Geschäftsjahr im Vorjahresvergleich um 2,0 Prozent auf 1,050 Mrd. Euro.

Weiter auf Wachstumskurs befanden sich auch die Kundeneinlagen der Bank. Sie stiegen um 2 Prozent auf 812 Mio. Euro. Insgesamt betreuen die 239 Mitarbeiter – darunter 19 Auszubildende – ein Kundenanlagevermögen in Höhe von 1,350 Mrd. Euro, ein Plus zum Vorjahr von knapp 3 Prozent. Das Kundenanlagevermögen setzt sich aus den bilanziellen und außerbilanziellen Kundengeldern bei Verbundinstituten zusammen.

Das eigene Kreditgeschäft stieg um über 1,5 Prozent auf 653 Mio. Euro an. Auch im Bereich der vermittelten Kredite an die Verbundpartner easy-credit, VR-Leasing, Bausparkasse Schwäbisch Hall und Hypothekendarlehen verzeichnete die Raiffeisenbank lebhafte Geschäfte. Das Kundenkreditvolumen erhöhte sich insgesamt  
um knapp 2 Prozent auf über 850 Mio. Euro. Die Raiffeisenbank Voreifel eG stellte in 2016 einen Bilanzgewinn von 2,7 Mio. Euro fest. Staatliche Hilfe nahm die Bank im Gegensatz zu anderen Bankinstituten selbstverständlich nicht in Anspruch. Durch die Gehaltszahlungen an die Mitarbeiter der Genossenschaft flossen etwa 13,5 Mio. Euro an Kaufkraft in die Region. Auch die 31.155 Anteilseigner sollen am geschäftlichen Erfolg teilhaben. Der Vertreterversammlung vorgeschlagen wurde die Ausschüttung einer Dividende von 5,0 Prozent. Zudem wird das Eigenkapital weiter gestärkt. Dies sowie Wahlen zum Aufsichtsrat hatten die Vertreterinnen und Vertreter zu entscheiden. Wieder in das Kontrollgremium gewählt wurden, Cornelia Rieger, Dr. Ferdinand Schmitz, Michael F. Firmenich und Uwe Günther.

Regionalität, Ortsverbundenheit und Förderung von zahlreichen gemeinnützigen Aktivitäten – diese Merkmale werden seit vielen Jahren von den Menschen mit der Raiffeisenbank Voreifel eG verbunden und sind nicht mehr voneinander zu trennen. So unterstützte das heimische genossenschaftliche Geldinstitut im Jahr 2016 insgesamt über 260 Projekte mit insgesamt knapp 170.000 Euro.

„Genossenschaftliche Beratung und genossenschaftliche Verlässlichkeit werden weiterhin gebraucht“, betonte Vorstandsmitglied Heiko Ulrich ausdrücklich. Besonders freute sich Burkhard Kraus darüber, dass die genossenschaftliche Idee als erster deutscher Beitrag überhaupt von der UNESCO auf die „Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ gesetzt wurde. „Die Weltkulturorganisation unterstreicht damit die Bedeutung dieser Rechtsform für das menschliche Zusammenleben. Und wir von der Raiffeisenbank Voreifel eG meinen: völlig zu Recht. Unsere Kultur und unser tägliches Leben werden durch die genossenschaftliche Idee geprägt.“ so das Fazit von Burkhard Kraus, der seine Ausführungen mit einer Forderung an die politischen Entscheidungsträger in Land und Bund abschloss: „Regionalbanken wie die Raiffeisenbank Voreifel eG brauchen die passenden Rahmenbedingungen, damit sie auch morgen erfolgreich arbeiten können, für ihre Mitglieder für die Menschen und die Unternehmen vor Ort.“ Er geht davon aus, dass die Niedrigzinsphase noch einige Jahre anhält, die Kosten für Regulatorik weiter steigen werden und sich die Kunden verstärkt digitale Angebote wünschen. „Unser Ziel ist es, die Bank sicher durch die bevorstehenden, schwierigen Jahre zu führen“, sagte Kraus.